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24 | 11 | 2017
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Was sind Naturheilverfahren?

Seit Urzeiten bedient sich die Heilkunde der genuinen Heilfaktoren wie Wärme, Kälte, Erde, Wasser, Luft, Pflanzen etc., so dass der Einsatz von Naturheilmitteln seit jeher als fester Bestandteil der medizinischen Behandlung gilt. Im Mittelalter wurden Naturprodukte wie verschiedene Salze und vor allem Heilpflanzen (Klosterheilkunde) eingesetzt. Im 19. Jahrhundert, mit der Entwicklung der Analytik, konnte man mit der Dosierung von Einzelstoffen aus Pflanzen beginnen, die im 20. Jahrhundert mit der vollständigen Synthetisierung ihren Abschluss fand (z.B. Acetylsalicylsäure). Durch die Entwicklung der Grundlagenfächer, wie u.a. Physiologie, Biochemie wurde die Entwicklung synthetischer Arzneimittel in Gang gesetzt (z.B. Sulfonamide, Antiseptika, Zytostatika). Durch ihre definierte und belegbare Wirksamkeit kam es zur überwiegenden Verordnung von synthetischen Arzneimitteln.

Durch diese Entwicklungen trat die Behandlung mit Naturheilmitteln und Naturheilverfahren, sowie deren Erforschung deutlich in den Hintergrund, blieb aber an einigen Universitäten und anderen klinischen Institutionen, vor allem aber in zahlreichen Praxen ein oft wichtiger Bestandteil in der konventionellen Medizin.

Zur pragmatischen Definition der „Naturheilkunde“ geht man heute von ihren Wirkfaktoren, Wirkprinzipien und ihren Wirkweisen aus, wobei in Deutschland traditionell die fünf klassischen Naturheilverfahren den Kern des Naturheilverfahrens bilden: Hydro-/Thermotherapie, Ernährungs-, Bewegungstherapie und Massagen, Phytotherapie sowie die Ordnungstherapie. Diese Verfahren stellen im Lehrbereich  Naturheilkunde den wesentlichen Kern der Tätigkeit  dar.

Im angelsächsischen Sprachraum wird der Begriff „Complementary medicine“ gebraucht, wobei aber dieser Begriff weit umfassender sowie unschärfer gefasst ist und auch Verfahren einschließt, die in Europa keine festen Bestandteile der konventionellen Medizin (sog. Schulmedizin) sind und waren, wie beispielsweise die Homöopathie und die anthroposophische Medizin. Diese Therapieverfahren, die von den klassischen Verfahren deutlich abgegrenzt werden müssen, werden von uns aber auch in der Lehre vermittelt, da  sie in Europa zunehmend angewendet werden.

Betrachtet man jeden der auf der Titelseite aufgezeichneten Kreise für sich, so stellt man fest, dass sie alle ein fester Bestandteil der Schulmedizin sind. So wird die Phytotherapie auf gesicherter wissenschaftlicher Grundlage breitbasig eingesetzt, wie z.B. die Verordnung von Fencheltee nach abdominellen Eingriffen oder Johanniskraut (Hypericum perforatum) bei leichten bis mittelschweren Depressionen.

Die therapeutische Anwendung der Ernährung ist in der Krankenbehandlung seit Jahrhunderten mit dem ärztlichen Handeln verbunden und steht heute auf den festen Füßen der Ernährungswissenschaft. Die Bewegungstherapie ist in nahezu allen klinischen Fachgebieten vertreten und anerkannt, keineswegs nur als Bestandteil der Sportmedizin, oder der rehabilitativen- und physikalischen Medizin.

Auch die Hydro- und Balneotherapie gehören seit den wissenschaftlichen Arbeiten des Wiener Klinikers Winternitz zur konventionellen Medizin.

Die Ordnungstherapie umfasst heute in allen Fachgebieten alle Aspekte einer ärztlich-geleiteten psycho-physischen Lebensordnung und ist u.a. durch den Einsatz chronologischer Aspekte, Entspannungsverfahren, aber auch die Gesundheitsbildung und -beratung gekennzeichnet.

 

Patientenversorgung

Der Lehrbereich hat strukturbedingt eine enge Beziehung zur Modellabteilung für Naturheilkunde der Klinik Blankenstein in Hattingen. Dort werden vornehmlich Chronisch- und Langzeiterkrankte mit erhöhter  Akuzidität, besonders mit psychosomatisch-psychologischer Komponente in der Krankheitsverarbeitung behandelt, bei denen ein naturheilkundlicher Ansatz Erfolgsaussichten, im wesentlichen im Sinne der Linderung, verspricht, die von konventionellen stationären Behandlungsangeboten nicht zu erwarten ist. Die Abteilung hat bereits enge Kooperationen zu den hiesigen Universitätskliniken. Synergien ergeben sich beispielsweise mit der orthopädischen Universitätsklinik (Direktor: Prof. Dr. med. J. Krämer) in Form von regelmäßigen Konsilen und in der Versorgungsforschung.

 

 


 

Homöopathieomöopathie

Definition

Fast jeder kennt das Wort Homöopathie. Oft wird es gleichgesetzt mit Pflanzenmedizin. Für viele Menschen heißt Homöopathie auch ganz einfach: Anwendung von Naturheilverfahren. Richtig ist, dass die Homöopathie ein, wenn auch wichtiger, Teil der Naturheilkunde ist. Das griechische Wort "homoin" heißt zu deutsch "ähnlich", "Pathos" bedeutet "Leiden". Homöopathie ist also "ähnliches Leiden". Praktisch bedeutet das: In der Homöopathie wird eine Krankheit mit der Arznei behandelt, die am gesunden Menschen ähnliche Erscheinungen hervorruft. Es wird also nach dem Medikament gesucht, das genauso krank macht wie die Krankheit selber. Daraus folgt, dass man den Krankheitszustand des Patienten genau kennen und die Arzneimittelwirkungen der in Frage kommenden Stoffe genau studieren muß. Die Voraussetzung für erfolgreiche homöopathische Behandlung ist eine genaue Untersuchung des Patienten und die Kenntnis möglichst vieler Krankheiten und deren Verläufe


 

Ozon-Therapie zon-Therapie

Die Ozon-Therapie wird seit den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in der Medizin eingesetzt.

Beim Ozon (griechisch „ozo“ = rieche) handelt es sich um dreiwertigen Sauerstoff. Diese Verbindung ist sehr aktiv. Unmittelbar nach der Herstellung gibt Ozon ein Sauerstoff-Atom ab in Form des hochaktiven „Sauerstoff in statu nascendi“. Dieser bindet freie Radikale und kann sich auch sofort an die roten Blutkörperchen anlagern. Somit wird durch die Ozongabe der Sauerstoff auch die Körperzellen erreichen, die sonst durch Krankheit nicht erreicht werden können.

Genutzt werden die antibakteriellen, antiviralen und antimykotischen Eigenschaften des Ozons ebenso wie die granulationsfördernden, durchblutungsfördernden, entgiftenden und schmerzlindernden Wirkungen. Dabei kann Ozon in Verdünnung mit medizinischem Sauerstoff sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt werden.

Zu unterscheiden sind die Beutelbegasung, die intramuskuläre Injektion (sog. kleine Ozontherapie, Eigenblutbehandlung), die große Ozontherapie, die intraarterielle und die intraartikuläre Injektion sowie die Darminsufflation bei der Colon-Hydro-Therapie.

Die Beutelbegasung

Bei der Beutelbegasung wird der erkrankte Körperteil, zumeist bei schlecht heilenden Hauterkrankungen, in einem luftdicht abschließenden Kunststoffbeutel behandelt.

Die große Ozontherapie

Für die große Ozontherapie werden 100 bis 150 ml Blut aus der Armvene entnommen und außerhalb des Körpers in der Infusionsflasche mit einem Ozon-Sauerstoff-Gemisch versetzt. Durch die Anlagerung des Sauerstoffs an die roten Blutkörperchen kommt es zu einer sichtbaren Verfärbung des sauerstoffarmen, dunklen, venösen Blutes und durch dieselbe Einstichstelle an der Ellenbeuge wird das nunmehr sauerstoffreiche, hellrote und arterialisierte Blut zurück gegeben.

Indikationen:

Durchblutungsstörungen (Raucherbein, Schlaganfall, Angina pectoris, Herzinfarkt), Krebstherapie, Lebererkrankungen, rheumatische Erkrankungen, Diabetes mellitus, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Nierenerkrankungen, Magen-Darmkrankheiten (Gastritis, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Verstopfung, Durchfälle), chronische Entzündungen (z.B. der Nasennebenhöhlen, der Eierstöcke, der Bronchien), Asthma, Heuschnupfen, Pilzinfektionen, Hauterkrankungen (Neurodermitis, Akne, Schuppenflechte) sowie zur allgemeinen Revitalisierung vor und nach Operationen, nach schwerer Krankheit und im Alter

Kontraindikationen:

Schilddrüsenüberfunktion, Bluter, Ozonallergiker, frische Blutungen


 

Neuraltherapie euraltherapie

Die Neuraltherapie, Geschichte, Indikationen, Kontraindikationen, Erfahrungen
 
 Im Jahr 1925, entwickelten die Mediziner Ferdinand Huneke (* 1891, ?? 1966) und seinen Bruder Walter Huneke (* 1897, ?? 1925) die "Neuraltherapie". Basierend auf diesem Behandlungsverfahren, entdeckte Ferdinand Huneke im Jahr 1940 die Segmenttherapie, welche durch gezielte Procain-Injektionen (Einspritzungen in den Schmerz-Herd) das "Huneke-Phänomen" auslöst. Chronisch belastete übergeordnete Faktoren, sogenannte Störfelder, sollen ausgeschaltet / gelöscht werden.
 
 Zur Behandlung werden in erster Linie Lokalanästhetika unter Anwendung verschiedener Techniken eingesetzt. Zum Beispiel Procain, Novocain, Lidocain, Huneke hat vorzugsweise Implentol verwendet.
 
 Durch gezielte Injektionen kleinerer Mengen des Lokalanästhetikums, wird in das Nervensystem eingegriffen, um eine Normalisierung dessen zu erreichen. Die Neuraltherapie bringt das Regelsystem in seine ursprüngliche Lage zurück.
 
 Das Nervensystem des Patienten befindet sich je nach Entgleisung in einem "Teufelskreislauf" wie die Dauer-Sympathikotonie, Vasokonstriktion, Dauerreiz des Gewebes und Lymphabflussstörungen. Ziel der Neuraltherapie ist es nun diesen Kreislauf zu durchbrechen und eine spontane Symptomauslöschung zu bewirken.
 
 Neuraltherapie nach Huneke ist eine Ganzheitstherapie. Der mit Neuraltherapeutika gesetzte Heilreiz wird vom Gesamtvegetativum beantwortet, auf dessen Bahnen die Wege zur Krankheit und Heilung verlaufen.
 
 


 

Indikationen der Neuraltherapie ndikationen der Neuraltherapie

  • Alle akuten Schmerz und Entzündungszustände
  • Chronische Erkrankungen, insbesondere bei Verdacht auf ein Störfeldgeschehen
  • Beschwerden bei Hormonellen Störungen
  • Cephalgien
  • Sinusitiden
  • Narbenschmerzen nach Operationen
  • Z. n. Bandscheibenoperationen
  • Warzen
  • WS Syndromen
  • Lumbago
  • Trigeminusneuralgien
  • Rheuma
  • Interkostalneuralgien

Kontraindikationen der Neuraltherapie

  • AV Block
  • Allergien gegen das Lokalanästhetikum (häufige Unverträglichkeiten bedingt durch
    Konservierungsmittel und unnötige Zusatzstoffe)
  • Bradykardie, Herzmuskelschwäche
  • Ablehnende Haltung des Patienten
  • Tbc
  • MS

Die häufigsten Störfelderkrankungen nach Dosch:

o Migräne

o chronische Augenentzündungen

o Tinnitus

o Trigeminusneuralie

o chronische Nebenhöhlenaffektionen

o Bronchialasthma. Allergien

o Hyperthyreose

o Herzrhythmusstörungen

o chronische Prostatitis

o Zyklusstörungen

o chronische Darmentzündungen

o orthop.- rheumatische Erkrankungen

o Durchblutungsstörungen

o vegetative Regulationsstörungen